Eindrücke einer Teilnehmerin vom Seminar "Let's talk about death"
Hier spricht Isabelle:
Liebe Freundinnen, Ihr wolltet von mir wissen, wie das Seminar über den Tod mit Anke Gerstein gewesen ist. Es ist nicht so einfach zu erzählen, denn die Informationen, die Anke über das Sterben, und Trauern uns vermittelt hat, ist in verschiedenen Quellen zu finden: das Toten-Buch der Tibeter, die Schriften von Rudolf Steiner, verschiedene YouTube Kanäle zum Beispiel. Das Besondere war, dass sie dieses allgemeine Wissen mit ihren persönlichen Erfahrungen als Sterbeamme und Trauerbegleiterin verbunden hat. Es war kein Wissensvermitteln, sondern ein Teilen von Erlebtem. Genauso wichtig waren die Reflexionen der Teilnehmer/innen. Wir hatten alle die Chancen, durch unsere gegenseitige Fragen zu lernen. Jede von uns war oder ist mit Tod und Trauer konfrontiert, und wir standen alle irgendwo anders in unserem Entwickelungsprozess, bezüglich Alter, Gesundheit, Familie oder Nahe-Stehenden. Anke hat es verstanden, ein Klima des Vertrauens zu bilden, so dass wir uns alle sehr schnell einander nahe fühlen konnten. Wir erkannten, dass die Fragen der anderen oft auch unsere waren. Wir konnten auch lachen und weinen, schweigen und Worte aussprechen, die wir in einem anderen Rahmen nicht ausgesprochen hätten.
Ich hoffe, dass Anke dieses Seminar wieder anbieten wird, denn ich wünsche vielen Menschen die Gelegenheit, daran teilnehmen zu dürfen! Die Stärkung, die wir bekommen haben, war vielschichtig: Anke kocht auch sehr gut. Das Essen, der Duft, die Farben und Blumen der gemütlichen Räumen, in denen wir uns aufhielten, all das half auch sehr, dass wir uns geborgen fühlten. Sicher eine gute Bedingung, um nach dem Tod zu horchen, über ihn zu sprechen und im Leben weiter voran zu schreiten!
